Gestrandet in Sydney

Aufgefangen von der Schulgemeinschaft der German International School Sydney


Sieben junge Leistungssportler von der sportbetonten Carl-von-Weinberg-Schule in Frankfurt sind nach einem Besuch ihrer Partnerschule im australischen Monto (in der Nähe von Bundaberg, Queensland) in Sydney gestrandet. Sie können ihren Heimflug nach Deutschland nicht antreten, weil die Aschewolke aus Island den Flugverkehr nach Europa lahmgelegt hat. Der frühest mögliche Rückflug Termin ist der 6.Mai, fast 3 Wochen nach dem geplanten Rückkehrtermin.

Ihr begleitender Lehrer, Stefan Haid, sorgt sich: Ein Teil der Schüler muss Anfang Mai an den zentralen Abschlusspruefungen der 10. Klasse teilnehmen. Andere versäumen wichtigen Unterrichtsstoff in den 11. Und 12. Klassen, der für die Vorbereitung auf das Abitur notwendig ist.

Die Unterbringung in einem billigen Backpacker-Hostel in der Innenstadt von Sydney ist für ein paar Tage okay. Die Aussicht, hier weitere 3 Wochen verbringen zu sollen, bringt die Jugendlichen an den Rand eines Lagerkollers.

Stefan Haid wandte sich mit der Bitte um Unterstützung an die German International School in Sydney. Seine Idee war, für ein paar Stunden täglich einen Unterrichtsraum für seine Schüler nutzen zu können, damit sie nicht drei Wochen ohne Schule bleiben und möglicherweise ihre Abschlussprüfungen gefährden.

Die Gemeinde der German International School Sydney reagierte sehr schnell und hilfsbereit. Die Schule fragte bei den Eltern ihrer Schüler per email an, ob sie bereit wären, den jungen Leuten und ihren Begleitern ein Gästebett anzubieten, bis sie wieder nach Deutschland fliegen können. Es dauerte keine halbe Stunde, und für alle Schüler und ihre begleitenden Lehrer war eine Gastfamilie gefunden. Bis auf weiteres nehmen die Schüler jetzt am Unterricht in den Klassen ihres Jahrgangs an der German International School Sydney teil. Per Internet werden sie auch pünktlich an den zentralen Abschlussprüfungen ihres Heimatlandes teilnehmen können, indem sie die Schülercomputer in der Bibliothek der GISS nutzen.

Obwohl die Schüler sich auch hätten vorstellen können, weitere drei Wochen an den wunderschönen Stränden in Sydney zu verbringen, sind sie froh über das Angebot der Schule und dankbar für die Gastfreundschaft der Familien. „Ich bin so froh wieder in einer Gastfamilie untergebracht zu sein“ sagte Tamara, Schülerin der 12. Klasse und einziges Mädchen in der Gruppe. Sie musste in dem Hostel zunächst ganz allein und dann mit anderen wildfremden Mädchen hausen „da war das Lernen in Vorbereitung auf die Abi-Prüfung einfach nicht möglich“.

(Hannelore Trageser, Rektorin der German International School Sydney, Presseerklärung)