8. Platz bei den Tischtennis-Schulweltmeisterschaften in Tschechien

Erschöpft aber glücklich kehrte die Deutsche Delegation von den Schulweltmeisterschaften aus Brünn/Tschechien zurück.

Die Carl-von-Weinberg-Schule (Partnerschule des Olympiastützpunktes Hessen) startete mit weiteren anderen 19 Nationen, um den Weltmeister der Schulen auszuspielen.

Verwunderlich war das Endergebnis nicht, dominierte wie bei den Erwachsenen die Supermacht China das Geschehen und räumte alle möglichen Titel ab. Neben den starken Chinesen war Taiwan die dahinter erfolgreichste Nation.

Die Carl-von-Weinberg-Schule erwischte leider eine „Todesgruppe“ und musste sich mit dem späteren Vizeweltmeister Kroatien und dem WM-Dritten Taiwan um einen der beiden ersten Plätze streiten, die zu den Platzierungsspielen um die Plätze 1-8 berechtigten.

Nach einem leichten Auftaktsieg mit 6:1 gegen die Türkei, musste man dann gegen die Taiwanesen antreten. Im besten Spiel des Tages verlangte man den Taiwanesen alles ab. Letztlich musste man aber doch eine 1:6-Niederlage einstecken. Dabei verpasste Marc Rode in seinem Einzel den wichtigen Ausgleich und verlor im entscheidenden fünften Satz mit 12:14. Ebenfalls im fünften Satz unterlag Gregor Surnin, so dass bei ein wenig mehr Glück auch ein besseres Ergebnis drin gewesen wäre.
Am nächsten Tag stand zunächst mit Luxemburg ein leichter Auftakt an. Mit 9:0 war das Endergebnis deutlich und spiegelte in allen Belangen die Überlegenheit der Deutschen wieder. Das letzte Spiel in der schweren 5er-Gruppe musste dann den Ausschlag über das Weiterkommen geben. Gegen die Kroaten musste unbedingt ein Sieg her. Leider konnte man beim 2:5 nur bedingt mithalten und musste die Überlegenheit der kroatischen Jugendnationalspieler letztlich anerkennen.

In den Platzierungsspielen um die Plätze 9-20 verlor man dann keine Partie mehr. Zunächst wurde Belgien und Irland mit jeweils 4:0 besiegt, ehe dann im Spiel um Platz 9 erneut die Türkei der Gegner war. Wie in der Vorrunde gab man sich keine Blöße und gewann sicher mit 4:1.

Aufgrund des Ausschlusses der gesamten Delegation des Irans, dessen Mädchen-Mannschaft nicht gegen Israel antreten wollte, rutschte man letztlich auf einen guten 8. Platz.
„Bei einer anderen Gruppe, hätten wir vom spielerischen Niveau sicherlich das Zeug gehabt, um Platz vier mitzuspielen“, erläutert Lehrertrainer Johannes Herrmann.

Im Einzelwettbewerb gelang dann Gregor Surnin der größte Wurf. Er war bester Europäer und neben sechs Chinesen und einem Taiwanesen letzte Deutscher im Einzelwettbewerb. Gegen den späteren Weltmeister bot er eine herausragende Partie und zwang den Chinesen in den fünften Satz – dies gelang sonst keinem Spieler im Turnierverlauf – und unterlag denkbar knapp.

„Wir nehmen ganz interessante Eindrücke mit aus Brünn. Neben dem sportlichen Wettstreit, war der Austausch zwischen den einzelnen Nationen eine wichtige Komponente dieser WM. Wir werden versuchen auch in zwei Jahren die Qualifikation für die Schulweltmeisterschaften zu schaffen. Der Austragungsort Sardinien sollte für meine Jungs Anreiz genug sein“, kommentierte Johannes Herrmann mit einem Augenzwinkern.

Carl-von-Weinberg-Schule:
1. Gregor Surnin
2. Marc Rode
3. Julian Mohr
4. Jörg Konieczny