Medaillenregen bei Deutschen Jugend Meisterschaften

Gesa Krause erneut mit Deutschem Jugendrekord und Maryse Luzolo als jüngste Medaillengewinnerin der DM auch beim U18-Länderkampf

Maryse Luzolo
Maryse Luzolo
Gesa Felicitas Krause (Klasse 13) hat bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Ulm am Samstag Abend für das absolute Highlight des Meisterschaftswochenendes gesorgt. Gesa stellte über 2000m Hindernis in 6:23,42 Minuten einen neuen Deutschen Jugendrekord auf und beschenkte sich nur vier Tage nach ihrem 18. Geburtstag selbst. „Wir hatten vorher schon gesagt, dass ich den Rekord hier heute laufen kann. Ich wollte das unbedingt schaffen“, sagte die überglückliche CvW-Athletin hinterher zum „Plan“, den sie und ihr Heimtrainer Wolfgang Heinig ausgeheckt hatten. Ganz alleine lief sie das Rennen vorne weg, hatte am Ende fast eine halbe Minute Vorsprung auf den Rest der Konkurrenz. 
Erst vor zwei Wochen hatte Gesa Krause schon einmal einen Deutschen Rekord gebrochen: Bei der U20-WM in Moncton war sie über 3000m Hindernis sensationell Vierte geworden und hatte die alte Bestmarke mit ihren 9:47,89 Minuten pulverisiert. Nun also auch noch der neue Rekord über 2000m Hindernis.



Überhaupt keine Zeit zum Ausruhen blieb Sara Gambetta (Klasse 12). Die U20-Vizeweltmeisterin im Siebenkampf trat in Ulm gleich vier Mal an – und trieb die „Spezialisten“ in der weiblichen Jugend B vor allem im Hoch- und Weitsprung an den Rand der Verzweiflung. Im Hochsprung düpierte die 17-Jährige die Konkurrenz, holte sich als Mehrkämpferin den Deutschen Meistertitel mit neuer toller Bestleistung von 1,82m. Im Weitsprung wurde Sara am Ende nur ganz knapp geschlagen: Mit 6,24m bekam die CvW-Athletin Silber.



Weitere Medaillen für erfolgreiche CvW-Athleten gingen an den B-Jugendlichen Clemens Kammer über 1500m. Clemens Kammer (Klasse 12) schaffte in 3:59,84 Minuten den viel umjubelten Deutschen Vizemeistertitel. Diese Platzierung sicherte Clemens einen der begehrten Plätze innerhalb der Nationalmannschaft beim DLV-U18-Länderkampf Deutschland gegen Polen.

Svenja Kern (Klasse 12), die in dieser Saison beste deutsche Hammerwerferin, hatte großes Pech: Nach zwei ungültigen Versuchen zu Beginn landete ihr Sicherheitswurf im dritten Versuch auf 48,93m, vorläufig Rang drei. Es folgte ein weiterer ungültiger Versuch von Svenja - ehe ein Gewitter Weltuntergangsstimmung ins Ulmer Donaustadion brachte. Die Hammerwerferinnen suchten Schutz unter Schirmen, ehe der Wettkampf dann doch abgebrochen wurden. Unverständlich für Svenja Kern, zumal nur Minuten später wieder die Sonne schien. "Ich bin überhaupt nicht zufrieden, ich hätte hier noch den Meistertitel geholt", sagte die Frankfurterin hinterher. In der Tat wäre die Goldmedaille wohl noch nach Hessen gegangen, wenn Svenja zwei weitere Versuche bekommen hätte. So blieb ihr aber immerhin noch Bronze zum Abschluss.

Als jüngste Teilnehmerin im Weitsprungwettbewerb der weiblichen B-Jugend konnte Maryse Luzolo (Klasse 9) mit einem sensationellen dritten Platz mit persönlicher Bestleistung von 5,93m auf sich aufmerksam machen. Aufgrund dieser Leistung hatte auch Maryse die große Ehre unter der Delegationsleitung von Dominic Ullrich (CvW-Lehrertrainer) als mit Abstand jüngste Athletin innerhalb der Nationalmannschaft am DLV-U18-Länderkampf gegen Polen teilnehmen.