Besuch aus Frankreich

Französische Voltaire-Austauschschülerin aus Paris an der Carl-von-Weinberg-Schule

Myriam (links) und Sara (rechts)
Myriam (links) und Sara (rechts)
Was ist das Voltaire-Programm?
Das Programm richtet sich an Schüler der 9. oder 10. Klasse in Deutschland und Schüler der „seconde“ in Frankreich. Der Austausch beruht auf dem Prinzip der Gegenseitigkeit. Die deutschen Schüler nehmen zuerst ihren französischen Austauschpartner für 6 Monate auf und fahren anschließend nach Frankreich, wo sie ein halbes Jahr in der Familie ihres Austauschpartners wohnen. Die Schüler gehen ein Jahr lang gemeinsam zur Schule.
Von ihren bisherigen Erfahrungen berichtet die Französin Myriam Dehmous, die in der Carl-von-Weinberg-Schule von ihrer Tutorin und Französischlehrerin Frau Stern betreut wird.
„Ich heiße Myriam Dehmous, bin sechzehn Jahre alt und gehe seit Februar 2011 für ein halbes Jahr auf die Carl-von-Weinberg-Schule in Frankfurt.
Ich komme aus Paris in Frankreich und gehe dort in die „seconde“ in dem „Lycée Saint-Michel des Batignolles“. Jetzt nehme ich am Voltaire-Austauschprogramm teil um meine Deutschkentnisse zu verbessern und Deutschland kennen zu lernen. Ich lebe während des Austauschs bei meiner deutschen Austauschpartnerin Sara, die mich ab September 2011 für ein halbes Jahr in Paris besuchen wird.
Als ich gekommen bin, war mein erster Eindruck, dass die Schüler weniger Unterricht und Hausaufgaben haben. Das hat mich am Anfang gewundert, weil das Schulsystem in Frankreich total anders ist. Dann habe ich mir aber gedacht, dass das besser so ist, da die Jugendlichen mehr Freizeit haben und nicht so viel Druck empfinden. Ich habe auch gemerkt, dass die Beziehung zwischen den Schülern und den Lehrern ziemlich persönlich ist. Der Klassenlehrer kennt zudem seine Schüler seit vielen Jahren und kann ihnen so besser helfen.
Ich habe mich mit den Schülern gut verstanden, aber manchmal hatte ich den Eindruck, dass sie nicht wirklich an mir interessiert waren. Das kann ich verstehen: ich war einfach eine neue Schülerin und sprach auch eine andere Sprache. Ich konnte aber nicht immer auf sie zugehen.
Sie waren aber trotzdem neugierig, was z.B Sara und ich in unserer Freizeit gemacht haben. Viele dachten, dass wir immer zusammen sind. Das habe ich lustig gefunden, weil das einfach unmöglich ist: Jede hat ihr eigenes Leben und ihre eigenen Interessen…
Zum Schluss, würde ich sagen, dass ein Austausch viel Spaß macht und ich empfehle jedem, der Fremdsprachen mag, ein solches Programm zu machen!“