Wir sind im Olymp!

Sehr, sehr stolz und glücklich hat sich an diesem Wochenende eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern gemeinsam mit ihrer Kunstlehrerin, Frau Kolb, auf den Weg nach Berlin gemacht. Dort werden jährlich Kunstprojekte von Schulen im Rahmen des Wettbewerbs „Kinder zum Olymp“ ausgezeichnet. Die Kulturstiftung der Länder unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten hat von mehr als 850 Bewerbungen beim bundesweiten Wettbewerb auch ein Kooperationsprojekt der Carl-von-Weinberg-Schule mit dem MMK Frankfurt prämiert. In der Sparte Bildende Kunst, Architektur und Kulturgeschichte wird die Carl-von-Weinberg-Schule als einzige Schule in Hessen ausgezeichnet. Der Preis ist mit 1000 Euro dotiert und wird im Berliner Konzerthaus verliehen.

„SHOW UP!“ heißt das Projekt, bei dem im vergangenen Jahr 19 Jugendliche der Oberstufe der Carl-von-Weinberg-Schule über mehrere Monate zusammen mit dem MMK selbstständig eine Ausstellung mit Werken der Museumssammlung kuratiert hat. Als junges Kuratorenteam haben die Zwölftklässler unter der Leitung der MMK Kunstvermittlerin Katharina Mantel und der Kursleiterin und Künstlerin der Carl-von-Weinberg-Schule, Kristin Lohmann, sowie der Kunstlehrerin, Frau Kolb, die Ausstellung „Boys/Girls“ im Juni 2010 auf die Beine gestellt. Sie befasste sich konzeptuell mit Themen wie Geschlechterrollen, Selbstentwürfe von Männern wie Frauen sowie den Umgang mit dem eigenen und anderen Körper. Die Schülerinnen und Schüler wählten für die Ausstellung Werke von Künstlerinnen und Künstlern wie Silvia Bächli, Stephan Balkenhol, Marlene Dumas, Bruce Nauman oder Douglas Gordon. Die Jugendlichen übernahmen dabei alle Aufgaben, die im Museumsbetrieb bis zur Eröffnung einer Ausstellung und darüber hinaus anfallen.
SHOW UP! gab 2010 den Startschuss für eine kontinuierliche Zusammenarbeit von MMK und Carl-von-Weinberg-Schule. Museum und Schule entwickeln und erproben dabei gemeinsam neue Formen des Kunstunterrichts.

Die Schule ist sehr stolz darauf, dass ihr jahrelanges Engagement mit zahlreichen Kunstprojekten auf diese Art honoriert wird. So hat z.B. seit diesem Schuljahr die Schule ihre besondere Förderung künstlerische Begabungen intensiviert: Im 5. Schuljahr gibt es eine „Kreativklasse“, in der mit verstärktem Kunstunterricht Projekte in Zusammenarbeit mit mehreren Frankfurter Museen und dem Schulkünstler der Schule, ein Projekt der Stiftung 1822 der Frankfurter Sparkasse, Schülerinnen und Schüler im regulären Unterricht und in Arbeitsgemeinschaften betreut werden. „Ich bin mir sicher, dass wir mit diesem Schritt die Freude und den Erfolg am Lernen und der kreativen Deutung von Wirklichkeit fördern werden“, so der Schulleiter Wolfram Waltemathe.