FSJ bei uns!

Du hast die Schulausbildung abgeschlossen? Du weißt nicht, was du jetzt machen sollst? Du willst studieren, weißt aber noch nicht was oder hast erst in einem Jahr einen Studienplatz? Um die Zeit des Wartens zu überbrücken, bietet sich ein Freiwilliges Soziales Jahr an unserer Schule an. Wer sich zum 1.8.2012 bewerben möchte, findet weitere Infos hier.

Wie ich dazu kam und wie es mir bis jetzt gefällt, möchte ich euch in diesem Bericht erzählen.
Mein Name ist Karolina Jörg und ich absolviere im Schuljahr 2011/2012 mein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) an der Carl-von-Weinberg Schule (CvW) in Frankfurt am Main.
Träger des FSJ an der CvW ist die Sportjugend Hessen.
Link: http://www.sportjugend-hessen.de
An der Carl-von-Weinberg-Schule ist der Leichtathletik-Lehrertrainer Dominic Ullrich mein Betreuer und Ansprechpartner und immer für alle Fragen meinerseits offen.Nach dem ich mich Ende 2010 für die Stelle an der CvW beworben hatte, wurde ich im Frühjahr 2011 zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Dort konnte ich mich gegen 5 andere Bewerber erfolgreich durchsetzten.
Nun freute ich mich auf ein spannendes, aufregendes und schönes Jahr an der CvW. Ich war allerdings auch ein bisschen aufgeregt, da ich nicht genau wusste, was mich erwarten würde.

Am 8. August war es dann soweit. Das neue Schuljahr begann und damit auch mein FSJ an der CvW.
In der ersten Woche war noch der „alte“ FSJler da, um mich in meine Aufgaben einzuweisen. Es war ganz schön viel, was ich zu erledigen hatte und was ich mir merken musste. Doch ich war hochmotiviert, diese Aufgaben zu meistern.
Mit dem Lehrertrainerteam kam ich schnell in Kontakt und alle empfingen mich freundlich. Ich freute mich auf die gemeinsame Zeit mit ihnen.

Zu meinen wesentlichen Aufgaben als FSJlerin gehören die Trainingsunterstützung und die Trainingsleitung.
Entweder bin ich jede Woche in einer Sportart eingeteilt (Leichtathletik, Handball, Fußball, Schwimmen, Basketball oder Tischtennis) oder ich habe eine „Mix-Woche“ (jeden Tag eine andere Sportart). Am Anfang war es gar nicht so einfach, sich jede Woche umzustellen, doch in letzter Zeit komme ich immer besser zurecht. Außerdem lernt man so alle Sportarten kennen und erfährt, welche Übungen für welche Sportart geeignet sind und welche nicht. Die Unterschiede der verschiedenen Trainer und die verschiedenen Trainingsmaßnahmen waren auch schnell erkennbar und haben mir die verschiedenen Möglichkeiten des Trainings aufgezeigt.

Ein weiterer Teil meines FSJ ist es, einige kleine Projekte zu organisieren und zu leiten.
Mein erstes Projekt war der Mini-Marathon in Frankfurt am 30. Oktober 2011. Mit einer kleinen Gruppe von Sportlern und Sportlerinnen nahm ich an diesem besonderen Event teil. Wir hatten alle viel Spaß und es wäre schön, wenn auch im nächsten Jahr wieder Schüler der CvW teilnehmen würden.

Mein zweites Projekt ist eine eigene Basketball-AG für die 2. bis 4. Klassen der Umgebung (Niederrad und Schwanheim). Jeden Donnerstag versuche ich den kleinen „Nowitzkis“, Basketball beizubringen. Doch hauptsächlich geht es darum, sich zu bewegen und Spaß zu haben.
Weiterhin gehört zu meinen Aufgaben der Transport der Sportler/innen von den Sportstätten (Olympia Stützpunkt oder Soccer Point) zur Schule und andersherum. Ich bin verantwortlich dafür, die Taxis und Busse zu bestellen und die Planung zu übernehmen. Ebenso muss ich selber einige Fahrdienste ableisten.

Ende Oktober kommt es dann zur Sichtung der neuen 5er-Klassen für das nächste Schuljahr. Die erste Sichtungsrunde ist eine sportartspezifische Sichtung, z.B. Fußball, Leichtathletik etc. Die ausgewählten Sportler/innen werden dann zur zweiten Sichtung im Januar eingeladen, die eher Schwerpunkte auf die allgemeine Athletik und auf das Sozialverhalten legt. Wer diese zweite Runde erfolgreich meistert, ist Teil der neuen Sportlerklasse der CvW.

Zu meinen Aufgaben gehören jedoch nicht nur der sportpraktische Teil, sondern auch die Organisation der Sportklassen. Ich muss mich um die Aktualisierung der Sportlerdatenbank kümmern (was mit sehr viel Arbeit verbunden ist) und um die Erstellung von Listen aller Art. Daher sind auch Kenntnisse in Excel und Word erforderlich.
Ein weiterer Punkt ist der Wettbewerb Jugend trainiert für Olympia. Alle Sportarten der CvW nehmen an diesem Schüler Wettkampf teil. Ziel ist es, es ins Bundesfinale zu schaffen. So ein großes Ereignis muss man einmal erlebt haben und ich hoffe, dass ich noch im Laufe meines FSJ zu einem Wettkampf mitfahren darf, egal ob Regional-, Hessen, oder Bundesentscheid.

Im Frühsommer finden dann wieder die Bundesjugendspiele statt, die ich tatkräftig unterstützen werde. Und dann sind auch schon bald wieder Sommerferien und mein FSJ geht dem Ende zu.

Jedem FSJler stehen 26 Urlaubstage zur Verfügung. Da ich mein FSJ jedoch in einer Schule absolviere, muss ich meine Urlaubstage in den Schulferien nehmen und habe im Enddefekt mehr Tage Urlaub, als mir eigentlich zustehen. „Das Schulleben ist wirklich schön“.
Ein Taschengeld in der Höhe von 300 € werden pro Monat bezahlt.

Neben dem normalen Schulleben beinhaltet das FSJ auch 5 Wochen Seminar in der Bildungsstätte der Sportjugend Hessen in Wetzlar oder Frankfurt. Diese 5 Wochen sind über das ganze Jahr verteilt. Auf diesen Seminaren erfährt man viel über den Umgang mit Kindern, lernt an sich selber verschiedene Unterrichtsmethoden kennen und kann so entscheiden, wie man selbst seine Gruppen unterrichten möchte. Während dieser Seminartage absolvieren wir FSJler alle eine C-Trainerlizenz Breitensport, was normalerweise viele Wochenenden Zeitaufwand bedeutet und auch viel Geld kostet. Die Seminare machen mir sehr viel Spaß. Wir sind eine supertolle Gruppe, in der sich alle richtig gut verstehen. Auch wenn man am Abend, nach ca. 9-10 Stunden Sportpraxis und ein wenig Theorie, jeden Muskel seines Körpers spürt, hält das einen nicht davon ab, trotzdem noch ein paar Stunden Zeit mit den anderen der Gruppe zu verbringen und sich besser kennen zu lernen . Am Ende der Woche ist man zwar froh, wieder zu Hause zu sein, doch irgendwie freut man sich schon auf das nächste Wiedersehen.

Flexibel, durchsetzungsfähig und belastbar sollte man sein, dann jedoch hat man eine Menge Spaß in einem Freiwilligen Sozialen Jahr im Sport!

Das FSJ ist durchaus eine Bereicherung für das Leben. Man engagiert sich sozial und entwickelt ein ausgeprägtes Verantwortungsbewusstsein, was nur hilfreich sein kann. Zusätzlich macht sich ein FSJ gut im Lebenslauf. Ein Freiwilliges Soziales Jahr kann außerdem als Wartesemester für einen Studienplatz angerechnet werden.Ich bin sehr froh, dass ich mich entschieden habe, ein FSJ zu machen, man lernt sehr viele nette Menschen kennen mit denen man sich austauschen kann. Die Seminare helfen einem dabei, Erlebtes zu verarbeiten, darüber zu reden und seine eigene Meinung zu manifestieren und diese den anderen mitzuteilen.
Wenn man sowieso einen Job in die pädagogische Richtung anstrebt und dies auch studieren möchte, so hilft ein FSJ ungemein, da praktische Erfahrungen durchaus positiv bei der Bewerbung sind. Zusätzlich gibt das FSJ einen klaren und direkten Einblick in die jeweiligen Berufsfelder.

Mit sportlichen Grüßen
Karolina Jörg