Hört mal, wer da hämmert…?!

„An der CvW kann man nicht sitzen bleiben!“


Wir Schülerinnen und Schüler des WPU-Kurses „Hört mal, wer da hämmert…?!“ meinen damit weniger das pädagogische Konzept unserer Schule, sondern vielmehr die Tatsache, dass es in den Pausenhallen kaum Möglichkeiten zum „Sitzenbleiben“ gibt. Also haben wir gemeinsam mit unserem Lehrer, Herrn Knebel, beschlossen Bänke zu bauen.

Im Gegensatz zur gleichnamigen TV-Serie arbeiten wir jedoch professionell, also haben wir zunächst über Größe, Form und Material unserer Bänke diskutiert und anschließend eine Konstruktionszeichnung angefertigt. Mit dieser Zeichnung sind wir in den Baumarkt gefahren. Dort hat uns Herr Knebel losgeschickt, und wir mussten selbst die richtigen Materialien wie Schalungsbretter, Holzbalken und Schrauben finden, so wie es richtige Handwerker machen.

Lustig war das „Probesitzen“ auf den Holzbalken, die mal die Sitzauflage der Bänke werden sollten. Diese hatten wir viel zu dünn kalkuliert und unter der Last einiger Jungs bogen sie sich bedenklich! Also haben wir spontan im Obi unsere Konstruktionszeichnung abgeändert und stärkere Balken gekauft.

Zurück an der CvW haben wir eine passende Schalung für unsere Sockel aus Beton gebaut. Wir mussten auf einen Millimeter genau arbeiten und alles gut verschrauben, damit nachher der Beton nicht herausfließt oder sogar die ganze Schalung platzt. Das war komplizierter als gedacht, aber im Team haben wir es geschafft und ganz nebenbei auch noch etwas über Statik gelernt.

Für den Betonguss brauchten wir dann doch die Hilfe von echten Profis. Herr Dr. Dessauer, Inhaber der Kalkwerke in Aschaffenburg, war der ideale Ansprechpartner. Von unserer Idee begeistert, sponserte er 1,2 Tonnen Beton und stellte uns mit Herrn Rohmann einen Experten für Betonguss an die Seite, wofür wir uns auch im Namen der ganzen Schule herzlich bedanken. Von Herrn Rohmann lernten wir das richtige Mischungsverhältnis von Wasser und Zement, wie wichtig das Verdichten der Betonmasse ist und wie man einen perfekten Glattstrich hinbekommt.

Bei brütender Hitze erlebten wir einen ganzen Tag lang den Beruf des Betonbauers, was körperlich sehr anstrengend aber auch sehr interessant war. Und die Mühe hat sich gelohnt: Nach einer Woche konnten wir die ersten vier Betonfundamente entschalen und im Foyer aufstellen. Nachdem wir die hölzerne Sitzauflage aufgebaut und verschraubt hatten, konnten wir zum ersten Mal auf unseren Bänken probesitzen, was uns ehrlich gesagt nach einem halben Jahr intensiver Teamarbeit ziemlich stolz machte!

Wie wir in den letzten Wochen in den Pausen sehen konnten, werden unsere Bänke sehr gut von den Schülerinnen und Schülern zum „chillen“ angenommen, was uns echt freut! Wir hoffen, dass unsere Mitschüler unsere tolle Arbeit weiterhin nutzen, aber auch respektieren und die Bänke nicht beschmieren. Es ist schließlich ein Projekt von Schülern für Schüler!