Unsere Volleyballer in Berlin

Bei ihrer zweiten Teilnahme am Bundesfinale in Berlin erreichten die Volleyballer der Carl-von-Weinberg-Schule in der Wettkampfklasse II bei den Jungen einen tollen 4. Platz.

Nach dem enttäuschenden Abschneiden 2011 (Platz 13) konnte das Team um Kapitän Adam Kocian sportlich überzeugen. Zwar musste sich die Mannschaft mit den Zweitligaspielern Moritz Reichert, Felix Orthmann, Timo Schlag und Adam Kocian aus dem Internat verstärkt durch die Handballer Felix Heinzer, Tim Walther und Benjamin Rehm sowie den Schwimmer Hendrik Schamber zu Beginn erst noch finden, so dass im 1. Spiel des Turniers ein unnötiger Satz gegen Brandenburg abgegeben wurde. Danach zeigte das von Norbert Kelzenberg betreute Team aber, wozu es in der Lage war.

NRW wurde in zwei Sätzen deutlich bezwungen und auch gegen den späteren Turniersieger Schwerin aus Mecklenburg-Vorpommern konnte die Mannschaft der CvW die Partie lange offen gestalten und verlor dennoch in 2 Sätzen. Als Gruppenzweiter mussten sich die Volleyballer am nächsten Morgen früh um 08:00 Uhr gegen Bremen fürs Viertelfinale qualifizieren, was in 2 Sätzen deutlich gelang. Das Ziel unter die besten 8 Mannschaften zu kommen, war erreicht.

Allerdings wartete jetzt im Viertelfinale mit Turnierfavoriten des Schul- und Leistungssportzentrum Berlin, die wohl schwerste Hürde. Berlin ist wie Frankfurt ein Bundesstützpunkt für Volleyball mit dem Unterschied, dass der Gastgeber nicht mit Spielern antrat, die kein Volleyball im Verein spielen. Das konnte auch der Grund sein, dass Berlin die Spieler der CvW unterschätzten. Dem Favoriten gelang es im ersten Satz kein Mal in Führung zu gehen, dass die Frankfurter diesen überraschend mit 25:19 gewannen. Auch im zweiten Satz war die Begegnung sehr ausgeglichen. Die zwischenzeitliche Führung der CvW konnte Berlin bis zum 22:22 ausgleichen. Wer jetzt dachte der Außenseiter würde nach einem Spiel mehr und einer kürzeren Nacht im Hotel einbrechen, sah sich getäuscht. Nach teilweise hochklassischem Spiel nutzten die Jungs der CvW ihren 4. Matchball zum sensationellen Sieg gegen Berlin. Das Halbfinale war erreicht.

Gegner Kempfenhausen aus Bayern, ebenfalls ein Stützpunkt mit Zweitligaspielern, legte los wie die Feuerwehr. Gegen die kraftvollen Aufschläge der Bayern fanden die Hessen lange kein Mittel und verloren den 1. Satz klar mit 25:13. Doch wie im ganzen Turnier gaben sich die Schüler der CvW nie auf und kämpften sich durch einen 25:16 Erfolg im 2. Satz ins Spiel zurück. Leider fehlte im Entscheidungssatz die Kraft um den Einzug ins Finale zu schaffen. Ohne Hendrik Schamber, er trat am 3. Tag bereits bei den Deutschen Meisterschaften im Schwimmen an, traf das Team von Norbert Kelzenberg im Spiel um Platz 3 auf Braunschweig.

Im Spiel zweier ausgeglichener Teams konnten die Hessen mehrere Satzbälle in Satz 1 nicht nutzen und verloren den ersten Durchgang völlig unnötig mit 27:29. Die Stimmung im Team vor den Augen vieler Zuschauer war auf den Nullpunkt gesunken. Entsprechend ging der zweite Satz los. Erst nach der zweiten Auszeit beim Stand von 6:14 besannen sich die Frankfurter auf ihre Stärken und gewannen den Satz sensationell noch mit 25:23. Der Traum von Treppchen lebte weiter. Nach gutem Start in Satz drei ging dann aber wenig zusammen und die Fehler im 7. Spiel des Turniers häuften sich. Am Ende ging der entscheidende Satz mit 10:15 verloren und die Medaille an Niedersachsen.
Spätestens abends bei der stimmungsvollen Abschlussveranstaltung überwog dann zu Recht der Stolz über die gezeigten Leistungen.