Das Einmalige wurde einmalig!

Leistungssportprojekt Schwimmen WK IV holt Gold beim Bundesfinale

Die siegreichen WK IV Mädchen
Die siegreichen WK IV Mädchen
Es ist bisher einmalig, dass sich die Carl-von-Weinberg-Schule mit vier Mannschaften beim Landesentscheid in Wiesbaden für das Bundesfinale in Berlin qualifiziert hat. Parallel zum alljährlichen Programm wurden erstmals die Jugend trainiert für Paralympics Wettkämpfe ausgerichtet und das Wettkampfprogramm auf zwei Tage ausgedehnt. Am ersten Wettkampftag stellte sich schnell heraus, dass es für die Wettkampfklasse IV Mädchen nach dem Gewinn der Silbermedaille 2012 um einen Platz auf dem Podest gehen würde .

Nervenkitzel pur
Nervenkitzel pur
Für die Schwimmerinnen vom Main bedeutete es ein zweitägiger Nervenkrieg. In fünf Rennen sollten jeweils Zehntel zwischen Sieg und Niederlage entscheiden. Zum Eklat kam es nach der letzten 6x25m Freistil-Staffel. Der Vorsprung der Carl-von-Weinberg-Schule betrug lediglich sechs zehntel Sekunden, so dass man davon ausgehen konnte das die Mannschaft, die ihre Hand als erstes am Anschlag haben würde, auch den Bundessieg holt. Wie so häufig war es Julia Mrozinski, die als Schlussschwimmerin ihre Aufgabe bestens beherrschte und einen Rückstand in einen Sieg ummünzen konnte. Die Schwimmerinnen und ihr Lehrertrainer Jens Kleinert lagen sich gemeinsam in den Armen, bis zum Zeitpunkt der Durchsage, als der Vertreter der Carl-von-Weinberg-Schule zum insgesamt dritten Mal zum Schiedsgericht gebeten wurde.
Luxus mit vier Mannschaften in Berlin zu sein
Luxus mit vier Mannschaften in Berlin zu sein
Einem Berliner Einspruch erfolgte ein erfolgloser Gegeneinspruch aus Hessen. Fakt ist, dass die Berlinerinnen die erfolglose Staffel wiederholen durften und falls eine schnellere Zeit erreicht worden wäre, hätte dies zum Sieg des Schul- und Leistungszentrums Berlin geführt. Ende gut, alles gut - auch nach dem Nachschwimmen konnte die Carl-von-Weinberg-Schule die schnellste Gesamtzeit aufweisen und gewann damit erstmals den Bundessieg!

Neben diesem Nervenkrimi zeigten auch die anderen drei Mannschaften stellenweise bravouröse Leistungen und vor den abschließenden Staffeln hatten sich die Wettkampfklassen III weiblich und IV männlich auf einen fantastischen vierten Platz vorgeschoben. Während die WK III Mädchen diesen Rang erfolgreich vor dem Sportgymnasium Potsdam verteidigen konnten, musste das extrem junge Team der WK IV Jungen noch zwei Mannschaften passieren lassen und landete auf einem ausgezeichneten 6. Platz.

Gemeinsam für Hessen
Gemeinsam für Hessen
Das Team der WK III Jungen musste sich mit sogenannten Exoten (einem Handballer und Leichtathleten) verstärken, um überhaupt in Berlin teilnehmen zu können. Für die Frankfurter-Top-Schwimmer ging es somit eher darum gute Einzelleistungen gegen die nationale Konkurrenz zu zeigen. Dominik Heinrich (1998) stach mit dem 3. Platz über 50m Rücken (27,92 sek.) heraus und trug zum Erreichen des siebten Gesamtranges bei. Zuletzt ist noch das positive und geschlossene Auftreten der vier Mannschaften zu erwähnen. Die Schwimmerinnen und Schwimmer im Wasser wurden zu keinem Zeitpunkt von ihren Mitschülern allein gelassen.

WK III Jungen
1. Sportschule Potsdam 8:51,25
2. Stadtteilschule Alter Teichweg Hamburg 9:11,57
3. Schul- und Leistungszentrum Berlin 9:12,49
7. Carl-von-Weinberg-Schule Frankfurt 9:52,73

WK III Mädchen
1. Schul- und Leistungszentrum Berlin 9:36,82
2. Landesgymnasium für Sport Leipzig 9:43,72
3. Helmholtz-Gymnasium Essen 9:48,04
4. Carl-von-Weinberg-Schule Frankfurt 9:56,29

WK IV Jungen
1. Landesgymnasium für Sport Leipzig 12:50,16
2. Stadtteilschule Alter Teichweg Hamburg 12:58,24
3. Schul- und Leistungszentrum Berlin 13:20,13
6. Carl-von-Weinberg-Schule Frankfurt 13:37,11

WK IV Mädchen
1. Carl-von-Weinberg-Schule Frankfurt 13:02,37
2. Schul- und Leistungszentrum Berlin 13:03,33
3. Sportgymnasium Chemnitz 13:23,92