Unterwegs als Arzthelferin

Jessy Beck in der
Allgemeinmedizinischen Gemeinschaftspraxis Dr.Heck/ Kempa/ Luckau/ Bürgel/ Pokorny.

Ich gehe um 6:30 Uhr aus dem Haus zur Straßenbahnhaltestelle Triftstraße und fahre dann mit der 12 ca. 20 Minuten zum Baseler Platz. Von dort steige ich in die 16 um und fahre ca. 30-40 Minuten bis Juliusstraße. Dann muss ich ca. 5-10 Minuten zur Praxis laufen. Ich bin 1 Stunde und 10 Minuten unterwegs. Dann gehe ich hoch und klingele. Ich lege erstmal meine Sachen ab und frühstücke, weil die erste Pause um 11 Uhr ist.
So um 8:00 Uhr fange ich an und fülle die Schälchen für die Blutabnahmen auf. Und wenn mehr los ist, rufe ich die Patienten auf und setze sie in eine Behandlungskabine zur Blutabnahme oder Infusion ... Dann bringe ich das Blut ins Labor. Ich geh dann ab und zu mal hoch an den Anmeldungsbereich, um zu gucken, ob ich da etwas helfen kann wie z.B. Fotokopien oder Faxe senden. Manchmal geh ich nach der Post gucken und gebe sie auch gleich dem Chef.

Die Aufgaben einer Arzthelferin sind: An der Anmeldung werden Patienten angenommen, Termine vereinbart, Rezepte, Überweisungen etc. geschrieben, gefaxt, Telefonate geführt, Befunde gescannt und kopiert.
Im Labor werden Patienten in die jeweiligen Kabinen geschickt für Blutentnahmen, Infusionen, Schnell-Labor, es werden EKG´s und Lungenfunktionen gemacht, Urin untersucht, Verbände und Wundspülungen, Impfungen etc..

In der Praxis arbeiten 4 Ärzte, 1 Ärztin, 6 ausgelernte MFA´s und 3 Azubis.
Wenn ich dann Feierabend habe, fahre ich auch mit meiner Mutter nach Hause, oder wenn sie länger arbeitet und ich sehe, es ist viel los, dann arbeite ich ca. 5 Stunden länger.
Ich habe den Betriebstag genommen, weil mir die Arbeit sehr gefällt und mich der Beruf interessiert. Ich habe keine Angst Blut zu sehen oder sonstiges. Mir wurde auch gesagt, dass ich teilweise besser arbeite als die Auszubildenden.
Mir gefällt an dem Beruf die Zusammenarbeit, wenig Streit und alle arbeiten freundlich zusammen. Klar gibt es manchmal Sachen, wo man nicht einer Meinung ist, aber trotzdem arbeiten sie gut zusammen.

Was mir nicht gefällt ist, schwere Namen aufzurufen oder wenn die Patienten sehr unfreundlich sind, aber ich mache trotzdem, was mir gesagt wird.
Ich würde dort gerne arbeiten, aber ich habe einen anderen Beruf, der mich ein bisschen mehr interessiert und wo ich meine Ausbildung machen will. Das war mein Ablauf.

Bericht von Jessy Beck 9e
Allgemeinmedizinische Gemeinschaftspraxis Dr.Heck/ Kempa/ Luckau/ Bürgel/ Pokorny